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10.01.2001: Jahresbilanz - Hoch in der Produktion, tief in der Strahlenbelastung

Jahresbilanz - Hoch in der Produktion, tief in der Strahlenbelastung
Das Kernkraftwerk Leibstadt (KKL) hat seine Zuverlässigkeit und Sicherheit im Jahr 2000 erneut unter Beweis gestellt. Die Bilanz für das 16. Betriebsjahr wird geprägt von einer neuen Höchstleistung in der Produktion und einem Tiefstwert bezüglich Jahreskollektivdosis für das Personal. KKL produzierte rund 17 % des in der Schweiz verbrauchten Stroms.

Der Rückblick ins vergangene Jahr ist für KKL verbunden mit folgenden Schlagzeilen:
Höchstwert der Nettoproduktion mit 8'823 Gigawattstunden (GWh), bisher 1999 mit 8'320 GWh

Neue Bestleistung bezüglich Arbeitsausnutzung mit 90,23 %, bisher 1998 mit 89,15 %
Tiefstwert bei der Kollektivdosisbelastung mit 0,979 Sievert (Sv) pro Jahr, bisher 1998 mit 1,090 Sv/Jahr.

Weitere Verkürzung der Dauer der Jahresrevision auf 24 Tage und 17 Stunden, bisher kürzeste Revisionen mit 26 Tagen in den Jahren 1998 und 1999.

Die Produktionssteigerung steht in erster Linie in Zusammenhang mit dem Projekt Leistungserhöhung. Am 10. Oktober 2000 gab die Hauptabteilung für die Sicherheit der Kernanlagen (HSK) eine Erhöhung auf 112 % frei. Zuvor wurden am 17. März 2000 mit 109,6 % und am 27. September 2000 mit 110 % weitere Leistungsschritte vollzogen. Die 1998 vom Bundesrat bewilligte Leistungserhöhung ist vorläufig abgeschlossen. Über die Realisierung der letzten Stufe mit 114,7 % wird zu einem späteren Zeitpunkt entschieden. Die elektrische Nettoleistung von KKL liegt derzeit bei 1145 Megawatt.

Kurz nach der Jahresrevision im August kam es seit Dezember 1994 erstmals wieder zu einer ungeplanten Reaktorschnellabschaltung. Am 31. August 2000 trennte sich die Anlage aufgrund eines schadhaften Transformators im Erreger-System des Generators vom Netz. In der Folge schaltete der Reaktor automatisch ab.

Die Abgaben radioaktiver Stoffe an die Umgebung lagen während des ganzen Jahres erneut weit unterhalb der behördlich festgelegten Grenzwerte. Bezüglich Jahreskollektivdosis für das Eigen- und Fremdpersonal konnte ein hohes internes Leistungsziel erreicht werden mit der Unterschreitung der 1 Sv-Marke. Sie liegt für das Jahr 2000 bei 0,979 Sv (bisheriger Tiefstwert 1998 mit 1,090 Sv). Dieser Fortschritt steht in Zusammenhang mit der Verkürzung der Revisionsdauer, der sorgfältigen Planung der Arbeiten und den ständig verfeinerten Massnahmen des Strahlenschutzes.

 

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