Bezahlbarer, preisstabiler Strom und eine zuverlässige Stromversorgung sind für die Schweizer Wirtschaft matchentscheidende Produktionsfaktoren. Mehr als zwei Drittel des gesamten Stroms benötigen wir für unsere Arbeitsplätze und den Verkehr. Die Stromversorgung mit 40% Atomstrom ist eine entscheidende Voraussetzung für das Wohlergehen der Schweizer Bevölkerung.
Atomstrom für die Wirtschaft
- Berechenbare Strompreise dank Kernenergie
- Hohe Versorgungssicherheit mit Uran
- Wir werden alle Technologien benötigen
Berechenbare Strompreise dank Kernenergie
Anders als Erdgas und Erdöl ist die Kernenergie bzw. Atomenergie gegenüber Preiserhöhungen beim Rohstoff wenig empfindlich: Die Beschaffungskosten für den Rohstoff Uran schlagen bei den Produktionskosten nur gering zu Buche. Ganz anders bei Gaskraftwerken: Dort hängt der Strompreis stark vom Gaspreis ab. Für mehr Informationen zu den Produktionskosten von Kernkraftwerken bzw. Atomkraftwerke klicken Sie bitte hier.
Selbst wenn sich der Uranpreis verdoppeln würde, verteuert sich der Atomstrom von heute vier bis fünf Rappen pro Kilowattstunde auf lediglich sechs bis sieben Rappen. Atomstrom ist ausgesprochen preisstabil. Das ist ein wesentlicher Wettbewerbsvorteil, denn so können die Unternehmen ihre Energiekosten zuverlässig und langfristig planen.
Mit Gestehungskosten von 4 bis 5 Rappen pro Kilowattstunde Strom ist Kernenergie ausgesprochen konkurrenzfähig. Die Schweizer Kernkraftwerke (KKW) benötigen keine staatlichen Subventionen. Sie erwirtschaften Gewinne und sind damit für den Staat und die gesamte Schweizer Volkswirtschaft attraktiver als Energieformen, die durch die öffentliche Hand oder Zwangsabgaben der Stromkonsumenten künstlich verbilligt werden müssen.
Hohe Versorgungssicherheit mit Uran
Der Kernbrennstoff Uran weist gegenüber fossilen Brennstoffen weitere Vorteile auf: Uran kommt an vielen Stellen in der Erdkruste, in Phosphatvorkommen, in Abraumhalden von Erzbergwerken und in den Aschehalden von Kohlekraftwerken vor und sogar im Meerwasser. Entsprechend können wir auf zahlreiche Lieferanten zurückgreifen. Die zurzeit bekannten Uranreserven befinden sich zu einem grossen Teil in geopolitisch stabilen Regionen wie Australien oder Nordamerika. Dies führt zu einer hohen Liefersicherheit. Zudem lässt sich Uran problemlos lagern. Für mehr Informationen zum Rohstoff Uran klicken Sie bitte hier.
Pro Jahr benötigt die Schweiz rund 600 Tonnen Natururan. Typischerweise lagern die Atomkraftwerke (AKW) jene Menge an frischem Kernbrennstoff bei sich, die sie für das nächste Betriebsjahr benötigen. Während der jährlichen Revision wird jeweils nur rund ein Viertel des Kernbrennstoffs ausgewechselt. Falls aus irgendwelchen Gründen plötzlich kein frischer Kernbrennstoff in die Schweiz eingeführt werden könnte, würden unsere Kernkraftwerke während zwei bis drei Jahren mit abnehmender Leistung weiter Strom produzieren können.
Damit ist in der Atomenergie ein Grad an Versorgungssicherheit gewährleistet, der bei Erdöl oder Erdgas nie erreicht werden kann. Die Erdölpflichtlager beispielsweise reichen maximal 2 bis 3 Monate.
Wir werden alle Technologien benötigen
Die Lösung für die künftige Schweizer Stromversorgung wird im Dreieck von Versorgungssicherheit, Umwelt-/Klimaschutz und Wirtschaftlichkeit gefunden werden müssen. Die Kernenergie erfüllt alle drei Ansprüche.
Am Weltenergiekongress in Sydney im September 2004 kam der Weltenergierat – die grösste internationale Organisation der Energiewirtschaft – zum Schluss, dass alle Energieoptionen, einschliesslich der Kernenergie, offengehalten werden müssen: «Keine Technologie sollte idealisiert oder dämonisiert werden, [...] denn wir können es uns nicht leisten, auch nur eine davon über Bord zu werfen.»
Der Weltklimarat der Uno (Intergovernmental Panel on Climate Change, IPCC) nennt in seinem 2007 veröffentlichten vierten Lagebericht die Kernenergie ausdrücklich als Schlüsseltechnologie zur Linderung des Klimaproblems. Rajendra Pachauri, der Vorsitzende des Weltklimarats, erklärte im April 2007: «Die Kernenergie eröffnet uns die Möglichkeit, die Kohlenstoffintensität substanziell zu reduzieren, und zwar nicht zuletzt deshalb, weil sie ökonomisch sehr attraktiv ist.»
Das Europäische Parlament hat sich im Februar 2008 mit grosser Mehrheit für einen Ausbau der Kernenergie ausgesprochen. Die Abgeordneten forderten die Europäische Kommission auf, entsprechende Rahmenbedingungen zu schaffen und «einen konkreten Fahrplan für Investitionen in die Kernenergie» zu erstellen.
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