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Kernenergie: hohe Wertschöpfung ohne Subventionen

Die Kernkraftwerke bzw. Atomkraftwerke sind tragende Pfeiler der schweizerischen Stromversorgung: Sie liefern rund 40 Prozent des in der Schweiz produzierten Stroms. Mit Gestehungskosten von vier bis fünf Rappen pro Kilowattstunde ist die Kernenergie bzw. Atomenergie ausgesprochen preisgünstig und nicht auf Subventionen angewiesen. Mit ihren Aufträgen an zahlreiche Zulieferunternehmen sichern die Kernkraftwerke (KKW) eine Vielzahl von Arbeitsplätzen in der Schweiz.

40% der Schweizer Stromproduktion

In der Schweiz stehen heute 5 Kernkraftwerke in Betrieb:

  • Beznau-1 seit 1969 (mit heute 365 Megawatt Leistung)
  • der baugleiche Block Beznau-2 seit 1972 (mit ebenfalls 365 Megawatt Leistung)
  • Mühleberg seit 1972 (mit heute 373 Megawatt Leistung)
  • Gösgen seit 1979 (mit heute 985 Megawatt Leistung)
  • Leibstadt seit 1984 (mit heute 1165 Megawatt Leistung)

Zusammen produzieren sie rund 40% des Schweizer Stroms.

Für mehr Informationen über die Schweizer Kernkraftwerke besuchen Sie bitte deren Websiten: Beznau, Mühleberg, Gösgen und Leibstadt.

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Verfügbar rund um die Uhr

Im Unterschied zu Wind oder Sonne stehen Atomkraftwerke rund um die Uhr und zu allen Jahrzeiten für die Stromproduktion zur Verfügung. Heute, dank langjähriger Betriebserfahrung, liefern die Schweizer Kernkraftwerke im Jahrsverlauf während rund 90% der Zeit zuverlässig Strom für Wirtschaft und Haushalte. Einzig im Sommer, wenn viel Strom aus Wasserkraft zur Verfügung steht, werden sie für Wartungsarbeiten und Brennstoffwechsel während weniger Wochen abgeschaltet.

Atomkraftwerke (AKW) funktionieren auch dann, wenn der Wind nicht weht und die Sonne nicht scheint. Weil sie fast dauernd zur Verfügung stehen, können in der Schweiz die Kernkraftwerke rund sechsmal soviel Strom produzieren wie Windparks gleicher Leistung und sogar acht- bis neunmal soviel Strom wie Fotovoltaikanlagen gleicher Leistung.

Verfügbar rund um die Uhr im Dienst der Schweizer Stromkonsumenten: Lichtkunst am Kühlturm des Kernkraftwerks Gösgen. (Bild: KKG)

Oder anders gesagt: Wind- oder Solaranlagen mit 1000 Megawatt Leistung produzieren insgesamt  sehr viel weniger Strom als ein Atomkraftwerk mit 1000 Megawatt Leistung, denn entscheidend ist nicht nur die Leistung, sondern auch die Produktionsdauer. Wind- und Sonnenkraftwerke können daher die Kernkraftwerke in der Schweizer Stromversorgung nicht ersetzen, sondern nur ergänzen.

Zusätzliche Informationen zur zentralen Bedeutung der Kernenergie im Schweizer Strommix finden Sie hier.

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Gezielte Investitionen in die bestehenden Anlagen

Seit ihrer Inbetriebnahme sind die Schweizer Kernkraftwerke sorgfältig gewartet und laufend modernisiert worden. In den vergangenen 20 Jahren steigerten sie ihre jährliche Stromproduktion um rund 5 Milliarden Kilowattstunden – das entspricht etwa der Jahresproduktion eines zusätzlichen mittelgrossen Atomkraftwerks.

Sorgfältige Wartung: Revision im Kernkraftwerk Leibstadt. (Bild: KKM)

Die drei dienstältesten Kernkraftwerke Beznau-1 und -2 sowie Mühleberg sind Ende der 1980er-Jahre/Anfang der 1990er-Jahre sicherheitstechnisch umfassend nachgerüstet und modernisiert worden. Sie erfüllen nicht nur die heutigen internationalen Vorschriften, sondern übertreffen diese in vielen Fällen – wie selbstverständlich auch die beiden jüngeren Kernkraftwerke Gösgen und Leibstadt.

Alle Atomanlagen werden periodisch dem Stand der Technik angepasst. Dazu das Beispiel Beznau: Seit der Betriebsaufnahme in den Jahren 1969 und 1972 haben die Nordostschweizerischen Kraftwerke bis heute rund 1,6 Milliarden Franken zusätzlich investiert – das ist mehr als doppelt so viel, wie der Bau der beiden Anlagen ursprünglich gekostet hat.

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Technisch begrenzte Betriebsdauer

Die Investitionen in die Schweizer Kernkraftwerke sind so vorgenommen worden, dass die dienstälteren Anlagen Beznau-1 und -2 sowie Mühleberg mindestens 50 Jahre, d.h. bis in die Zeit nach 2020 sicher betrieben werden können. Die beiden jüngeren Anlagen in Gösgen und Leibstadt sind gegenwärtig auf 60 Jahre Betrieb ausgerichtet. Sie müssten demnach erst nach 2040 ersetzt werden.

Die effektive Laufzeit der Atomkraftwerke ist ein unternehmerischer Entscheid der Betreiberfirmen. Keine Kompromisse gibt es bei der Sicherheit: Sie wird bis zum letzten Betriebstag voll gewährleistet und durch eine unabhängige Bundesbehörde ständig überwacht.

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Wettbewerbsfähige Strompreise

Die Kernenergie gehört heute zu den kostengünstigsten Stromerzeugungssystemen überhaupt. Die Stromkosten ab Werk belaufen sich bei den heutigen Schweizer Kernkraftwerken auf 4 bis 5 Rappen pro Kilowattstunde, gerechnet als Mittelwert über 40 Jahre Betriebszeit.

Zum Vergleich: Am 17. März 2008 hat der Bundesrat die Subventionen festgelegt, die für die Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Quellen an die Produzenten ausbezahlt werden und mit der Stromrechnung von den Konsumenten zu bezahlen sind. Gemäss Stromversorgungsgesetz werden die Vergütungen so festgelegt, dass sie die Produktionskosten decken:  

Kleinwasserkraft:  08–35 Rappen pro Kilowattstunde
Windstrom: 17–20 Rappen pro Kilowattstunde
Sonnenstrom aus Fotovoltaik: 50–90 Rappen pro Kilowattstunde
Erdwärme (Geothermie): 22–30 Rappen pro Kilowattstunde
Biomasse, Biogas etc.: 08–39 Rappen pro Kilowattstunde
Zuverlässig und preiswert: Strom aus Kernkraftwerken.

Strom aus Atomenergie dürfte auch in Zukunft im Vergleich zu den übrigen Stromerzeugungssystemen günstig bleiben. Für die Schweiz schätzt ein im Jahr 2008 vom Bundesrat veröffentlichter Bericht die Stromproduktionskosten in einem neuen Kernkraftwerk auf etwa 4,8 Rappen pro Kilowattstunde, gerechnet als Mittelwert über 60 Jahre Betriebsdauer. Bei Betriebsbeginn dürften die Kosten pro Kilowattstunde höher liegen, gegen Ende der Betriebsdauer tiefer.

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Berechenbare Strompreise

Die Produktionskosten in einem Atomkraftwerk setzen sich ungefähr wie folgt zusammen (Beispiel des 1979 in Betrieb gegangenen Kernkraftwerks Gösgen):

Kostenstruktur im Kernkraftwerk Gösgen im Jahr 2008

Wichtige Merkmale sind:

  • Der Preis des Rohstoffs Uran macht nur einen kleinen Teil der Gesamtkosten aus. Ein Preisanstieg wirkt sich daher nur gedämpft auf den Strompreis aus. Das gibt Sicherheit für die Zukunft, da der Preis von Atomstrom auch langfristig abschätzbar ist.

Für mehr Informationen zum Uran klicken Sie bitte hier.

  • Die Schweizer Kernkraftwerke hinterlassen der Nachwelt keine ungedeckten Rechnungen: Der Aufwand für den Rückbau der Anlagen bis hin zur «grünen Wiese» sowie die Kosten für die Entsorgung der radioaktiven Abfälle sind im heutigen Strompreis nach dem Verursacherprinzip enthalten.

Für mehr Informationen zur Finanzierung der Entsorgung klicken Sie bitte hier.

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Atomkraftwerke erhalten keine Subventionen

Strom aus Kernenergie ist in der Schweiz nicht subventioniert. Der Strompreis ab Kernkraftwerk enthält alle anfallenden Kosten, einschliesslich Entsorgung der radioaktiven Abfälle, des späteren Rückbau der Anlagen wie auch Versicherungen.

Im Rahmen der Forschungsförderung unterstützte der Bund in den letzten zehn Jahren die Sicherheitsforschung an den bestehenden Atomkraftwerken mit rund 25 Mio. Franken jährlich. Das ist wenig im Vergleich zur direkten Wertschöpfung der fünf Schweizer Kernkraftwerke von deutlich über einer Milliarde Franken jährlich. Die Kernenergie ist somit auch für den Staat ein gutes Geschäft.

Aufwendungen der öffentlichen Hand für die Energieforschung
Inkl. Pilot- und Demonstrationsprojekte. Werte nicht teuerungskorrigiert.

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Grosser Nutzen aus der Anschubförderung

Die Kernenergieforschung wird in der Schweiz seit 1956 gefördert. In den ersten 26 Jahren der Förderung gab der Bund dafür teuerungsbereinigt insgesamt rund 1,25 Milliarden Franken aus. Das ist etwa gleich viel, wie der Bund in den ersten 26 Jahren – seit 1974 – für die Forschung bei den erneuerbaren Energien ausgegeben hat (1,13 Milliarden Franken).

Seit Anfang der 1990er-Jahre werden die erneuerbaren Energien und die effiziente Energienutzung deutlich stärker gefördert als die Atomenergie. Auf die Stromproduktion hatte diese Forschung jedoch bisher kaum Auswirkungen: Gegenwärtig liefern Biogas, Biomasse, Sonne und Wind zusammen nur etwa 0,4 % der Landeserzeugung.

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Hohe Wertschöpfung in der Schweiz

Die fünf schweizerischen Kernkraftwerke Beznau-1 und -2, Mühleberg, Gösgen und Leibstadt beschäftigten mehr als 1700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dazu kommen Teilzeitangestellte in der Reinigung, den Mitarbeiterrestaurants und im Besucherwesen. Für die Jahresrevisionen der Kernkraftwerke werden zusätzlich einige tausend Personen beschäftigt.

Das Branchenspektrum der Zulieferer reicht von Lieferanten technischer Komponenten und Dienstleistungen über Ingenieurunternehmen bis hin zu Bauunternehmen und Gewerbebetrieben wie Schreinereien, Sanitärinstallateuren und Reinigungsinstituten. Mit ihren Aufträgen sichern die schweizerischen Atomkraftwerke zahlreiche Arbeitsplätze in der Schweiz. Und mit ihrer zuverlässigen und preiswerten Stromproduktion sichern sie hunderttausende von Arbeitsplätzen in allen Wirtschaftszweigen der Schweiz – ohne Subventionen und Fördermassnahmen.

Kernenergie: Sicherheit für die Arbeitsplätze in der Schweiz. (Bild: Alpiq)



 

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