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Kontrollbehörden und Aufsicht

KKL kontrolliert sich selbst am allergenauesten. Aber natürlich arbeitet KKL in der Aufsicht und Kontrolle auch mit nationalen und internationalen Organen zusammen.

Wer kontrolliert das KKL in der Schweiz?Im ureigensten Interesse kontrolliert das KKL seinen Betrieb auf das Sorgfältigste. Die geltenden gesetzlichen Anforderungen müssen jederzeit erfüllt sein. Umfassend geregelt sind die entsprechenden Vorschriften wie nukleare Sicherheit, Strahlenschutz und Entsorgung der radioaktiven Abfälle im Rahmen der schweizerischen Gesetzgebung. Für den Vollzug sind die Bundesbehörden zuständig, die von wissenschaftlichen Kommissionen beraten werden. Zudem ist das  KKL wie jedes Kernkraftwerk in der Schweiz wie keine andere Industrie in ein dichtes Überwachungsnetz eingebettet:

Bundesamt für Energie

Über Bewilligungen für den Bau, Betrieb und die Änderung von Kernanlagen entscheidet der Bundesrat. Das Bundesamt für Energie (BFE, Eidgenössisches Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation) wirkt bei der Durchführung der atomrechtlichen Bewilligungsverfahren mit und bereitet die Entscheide des Bundesrates vor. Es erteilt Transportgenehmigungen für Kernbrennstoffe und radioaktive Abfälle. Das BFE hat zudem die Aufsicht über den Sabotageschutz von Kernanlagen und führt die international vorgeschriebene Kontrolle und Buchhaltung über die spaltbaren Materialien. Es ist verantwortlich für die Erarbeitung von Grundlagen für die Entsorgung der radioaktiven Abfälle und die Kernenergiegesetzgebung.
 

Eidgenössisches Nuklear-Sicherheitsinspektorat

Bundesrat und BFE stützen ihre Entscheide auf Gutachten des Eidgenössischen Nuklear-Sicherheitsinspektorats (ENSI). Diese Aufsichtsbehörde ist eine öffentlich-rechtliche Anstalt des Bundes mit eigener Rechtspersönlichkeit, wird aber vollumfänglich von den Kraftwerksbetreibern finanziert. ENSI beaufsichtigt und beurteilt die nukleare Sicherheit und den Strahlenschutz in den schweizerischen Kernanlagen, zu denen neben den Kernkraftwerken auch Einrichtungen zur Konditionierung und Lagerung der radioaktiven Abfälle gehören. ENSI führt Inspektionen durch, überwacht den sicherheitstechnischen Zustand und die Einhaltung der Vorschriften, formuliert Auflagen an die Betreiber und informiert die Öffentlichkeit. KKL arbeitet mit dem im nahen Villigen angesiedelten ENSI eng zusammen. Es ist selbstverständlich, dass ENSI über alle qualitäts- und sicherheitsrelevanten Belange des Betriebs immer und umfassend informiert wird.

MADUK- und NADAM-Messnetz

Die Überwachung der Radioaktivität wird in der Schweiz durch verschiedene Messnetze gewährleistet (siehe auch 2.3 Schutz der Umgebung vor Strahlung). Anchor
Das NADAM-Netz für die automatische Überwachung der Radioaktivität existiert in der Schweiz seit mehreren Jahren. 58 über das ganze Land verteilte Stationen messen und melden ihre Dosisleistungswerte alle 10 Minuten an die Nationale Alarmzentrale (NAZ) in Zürich. Je eine Station dieses Messnetzes befindet sich auch bei den Kernkraftwerken Gösgen, Leibstadt, Mühleberg, Beznau und beim Paul Scherrer Institut.
Durch das Messnetz zur Automatischen Dosisleistungsüberwachung (MADUK) in der Umgebung wird dieses Netz mit je 12 bis 17 zusätzlichen Stationen in der Nahumgebung jedes KKW verdichtet. Auch diese gemessenen Dosisleistungswerte werden alle 10 Minuten an das ENSI nach Villigen übertragen und dort ausgewertet. Die Daten stehen auch der NAZ und dem Bundesamt für Gesundheit zur Verfügung.
Weitere Kontrollbehörden wie KNS, Agneb, BAG, KSR, NAZ sowie Gesetze rund um Kernenergie unter: http://www.kernenergie.ch/de/behoerden.html

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Gibt es auch eine internationale Überwachung?  Internationale AtomenergieaufsichtsbehördeAuch die Internationale Atomenergieaufsichtsbehörde der UNO (IAEA) wacht über den Anlagen aller Länder, die den internationalen Vertrag über die Nichtverbreitung von Atomwaffen (Atomwaffensperrvertrag) und das Abkommen über die Anwendung von Sicherungsmassnahmen (Garantieabkommen) unterzeichnet haben. Wichtige Anlagenteile werden auch im KKL von der IAEA laufend mit Kameras überwacht. Der Reaktor wird zudem nach der jährlichen Revision und dem Brennstoffwechsel an drei Schlüsselstellen von der IAEA versiegelt. So ist sichergestellt, dass keinerlei Brennstoff entnommen und zweckentfremdet werden kann. Auch führt die IAEA regelmässig Inspektionen durch.

INES-Skala der Internationalen AtomaufsichtsbehördeSämtliche Störfälle in Kernkraftwerken der Mitgliedsländer werden nach ihrer Grösse und den Auswirkungen auf Anlage und Umwelt beurteilt. Dazu wird die Internationale Störfallbewertungsskala für Kernanlagen International Nuclear Event Scale verwendet (INES). Sämtliche Vorfälle, auch solche der Stufe 0, die keinerlei sicherheitstechnische Bedeutung haben, müssen der HSK und der IAEA gemeldet werden. Bis anhin gab es im KKL ebenso wie in der ganzen Schweiz nur Vorkommnisse der Stufen 0 und 1 (Abweichungen vom Normalbetrieb, die kein Eingreifen von Sicherheitssystemen erfordern).


 

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