Logo Kernkraftwerk Leibstadt

Strahlenschutz

Strahlt das KKL? Wie schützt man Mensch und Umwelt vor Strahlung? Hier finden Sie Antworten auf Ihre Fragen.

Strahlt das KKL?Bauliche Massnahmen nach dem Prinzip eines mehrfachen Barrierensystems rund um den Reaktor sowie ein Regelwerk von Gesetzen und Vorschriften sorgen dafür, dass die Gesundheit von Mitarbeitern, Bevölkerung und Umwelt vor den radioaktiven Abgaben des KKL geschützt wird. Denn KKL gibt über die Luft und Wasser Radioaktivität ab. Die abgegebene Menge  ist jedoch sehr gering. Sie liegt seit Inbetriebnahme der Anlage immer weit unter den gesetzlichen Vorschriften und beträgt gemäss dem Eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI) weniger als ein Prozent der kosmischen und terrestrischen Strahlenexposition, die zusammen rund 2,8 mSv (Millisievert) pro Jahr im Mittelland betragen, und maximal zehn Prozent der gesetzlichen Abgabelimiten.
 
Ein ganzes Netzwerk von Messstationen in der nahen und weiteren Umgebung der Anlage, einschliesslich des deutschen Grenzgebietes, überwacht laufend die Immissionen des Werks in Luft, Wasser und Erde sowie die Direktstrahlung. Kontrolliert werden diese Messwerte vom KKL selber, über das MADUK-Netz der nationalen Kontrollbehörde ENSI, aktuelle Messwerte sind einsehbar im Teletext von SF DRS und die NADAM-Sonden der Nationale Alarmzentrale (NAZ, aktuelle Messwerte einsehbar unter www.naz.ch). Auch die Eidgenössische Anstalt für die Wasserversorgung, Abwasserreinigung und Gewässerschutz (EAWAG) und die Sektion Überwachung der Radioaktivität des Bundesamtes für Gesundheit (SUER) führen Messstationen.

Wie schützen wir die Umgebung vor Radioaktivität?Das nukleare Dampferzeugungssystem des KKL ist doppelt geschützt, durch den Sicherheitsbehälter, auch Containment genannt und durch die Hülle des Reaktorgebäudes. Das Containment besteht aus einer vier Zentimeter dicken Stahlwand, die den Reaktor vollständig einschliesst und unter 0,6 Millibar Unterdruck steht. Es ist zudem von der Hülle des Reaktorgebäudes umschlossen. Dieses ist aus 1,2 Meter starkem Stahlbeton und gewährt neben der Abschirmung der Direktstrahlung auch hohen Schutz gegen Einwirkungen von aussen.
 
Das Containment und das Druckabbausystem des Reaktors bieten optimale Sicherheit gegen den Austritt von Spaltprodukten und von radioaktiv kontaminierter Materie – sowohl im Normalbetrieb wie auch im unwahrscheinlichen Falle einer Reaktorhavarie. Durch den Unterdruck im Containment ist sichergestellt, dass im Falle einer Undichtheit nur Luft nach innen dringen kann. Für den unwahrscheinlichen Fall eines übermässigen Druckanstieges im Containment ist im KKL zusätzlich ein gefiltertes Druckentlastungssystem eingebaut. Darüber hinaus gehören die permanente Überwachung und Wartung zu den vorbeugenden Massnahmen und zur Gewährleistung des sicheren Betriebs.

Wie schützen wir Mitarbeiter und Besucher vor Strahlung?Der Bereich, in welchem Mitarbeiter des KKL bei regelmässiger Arbeit eine akkumulierte Dosis von mehr als 1 mSv pro Jahr aufnehmen könnten, nennt sich kontrollierte Zone. Für den Aufenthalt in der kontrollierten Zone werden zusätzliche Massnahmen getroffen, einerseits zum Schutz des Mitarbeiters resp. Besuchers, andererseits um ein Verschleppen radioaktiver Stoffe nach aussen zu vermeiden. Dazu gehören ein Wechsel von Kleidern und Schuhen, Dosimeter, die zeitliche Begrenzung des Aufenthaltes, das Umgehen von Strahlenquellen und ein sorgfältiges Ausmessen vor dem Austritt. Essen und Trinken sind in der kontrollierten Zone verboten. Die externe Bestrahlung wird so minimiert, Verunreinigungen und die Aufnahme von Radioaktivität in den Körper über Lunge oder Magen vermieden.
 
Die radioaktive Belastung der KKL-Mitarbeiter liegt unter dem gesetzlichen Grenzwert von 20 mSv pro Person und Jahr, der für alle Personen gilt, die beruflich mit radioaktiver Strahlung zu tun haben, also auch für medizinisches Personal (z.B. bei Röntgen und Krebstherapie). Sie bewegt sich im Durchschnitt um 1 mSv pro Person und Jahr. Nur vereinzelte Personen erhalten bis 10 mSv pro Jahr. Zum Vergleich: die natürliche Strahlung im Schwarzwald (Menzenschwand) beträgt 20 mSv pro Person und Jahr.

Wie schützen wir die Anlage vor äusseren Einwirkungen?Den Gebäudestrukturen liegen die bei Kernkraftwerken üblichen und von den Kontrollbehörden geprüften Sicherheitskriterien zugrunde. Auch die vom Standort abhängigen Situationen «Erdbeben» und «Flugzeugabsturz» sind in der Auslegung des Werks berücksichtigt. Die äussere Gebäudehülle des KKL, insbesondere das Reaktorgebäude, würde bei einem Flugzeugabsturz leicht beschädigt. Sie bliebe aber auch beim Aufprall des Triebwerkes eines grossen Verkehrsflugzeuges dicht und würde ihre Schutzfunktion weiterhin erfüllen.


 

Veranstaltungen

Informationen und Impressionen zum Falkentag 2012


Werksbesuch

Kernenergiediskussionen 
überall - informieren Sie
sich vor Ort


Aktualität

Geschäftsbericht 2011
Wissenswertes zum
vergangen Jahr

 
kkl.ch © 2012 Kernkraftwerk Leibstadt AG, CH-5325 Leibstadt, Tel. +41 56 267 71 11