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Umwelt und Nachhaltigkeit

Kernenergie steht für attraktive, günstige und langfristig kalkulierbare Strompreise.

Warum sind die Mitarbeiter des KKL davon überzeugt, dass die Technologie, mit der sie arbeiten, für unser Land gut und nötig ist?
 
Eine Stromversorgung, die den Anforderungen der nachhaltigen Entwicklung entspricht, muss drei Faktoren gleichermassen berücksichtigen: Wirtschaft, Umwelt und Anliegen der Gesellschaft. Gleichzeitig muss sie sicherstellen, dass keine Ressourcen erschöpft werden, sodass auch nachfolgende Generationen ihre Energiebedürfnisse decken können.
 
Der Nachhaltigkeitsbericht 2007 der Axpo stellt sich diesen Anforderungen und prüft den aktuellen Strom-Mix einschliesslich der Kernenergie auf seine Nachhaltigkeit.
 
Heute muss sich die Schweiz in Energiefragen mit Klimawandel und CO2-Reduktionen auseinandersetzen, mit Luftverschmutzung und massiv steigenden Preisen für Öl und Gas in einem stark fossillastigen Markt: rund 80 Prozent des Schweizer Primärenergieverbrauchs sind fossile Energieträger! Vor diesem Hintergrund bietet Kernenergie viele Vorteile. Sie kann bei der Substitution fossiler Energien durch klimafreundlichen Strom einen entscheidenden Beitrag zur Decarbonisierung unserer Energieversorgung leisten.

Ist das KKL umweltfreundlich?

Das KKL ist ein praktisch CO2-freier Betrieb. In der Stromproduktion im Kernkraftwerk entstehen kaum CO2-Emissionen. Der Schweizer Strom-Mix ist bezüglich Treibhausgasemissionen praktisch unschlagbar: Dank 52 Prozent Wasserkraft und 40 Prozent Kernenergie trägt die Stromproduktion nur 2,3 Prozent zu den gesamten Schweizer Treibhausgasemissionen bei. Zum Vergleich: gut
29 Prozent verursacht der motorisierte Verkehr, weitere 30 Prozent der Heizungssektor.
 
Auch die Treibhausgasbilanz der Kernenergie über die gesamte Energiekette, von der Mine bis zur
Entsorgung der Abfälle, ist ausgezeichnet: Pro erzeugter Kilowattstunde Strom sind
6–8 Gramm CO2-Aequivalent zu verzeichnen.
 Zum Vergleich: Wasserkraft 4 g; Windkraft 17 g; Photovoltaik 78 g; Erdgas 426 g; Steinkohle rund 1'000 g und Braunkohle über 1'200 g (Quelle PSI).
 
Derzeit trägt der Uranabbau nur gering zu diesen Werten bei. Sein Einfluss könnte etwas steigen, sollte der Erzgehalt in konventionell abge­bauten Minen künftig um Grössen­ordnungen abnehmen. Da die globalen Uranvorräte aber hoch sind, dürfte das noch einige Jahrzehnte dauern.
 
Auch abgesehen von CO2 weist KKL kaum Emissionen in Luft, Wasser oder Boden auf. Es wird eine kleine Menge radioaktiver Edelgase, die auch in der Natur vorkommen, abgegeben sowie eine geringe Menge direkter Strahlung. Auch diese bewegt sich weit innerhalb der gesetzlichen Grenzwerte. Sie beträgt weniger als ein Hundertstel der im Mittelland gemessenen natürlichen Radioaktivität. Im Dorf Leibstadt ist diese Menge nicht einmal mehr messbar. 
 
KKL produziert feste radioaktive Abfälle. Die Volumina sind relativ zur produzierten Strommenge jedoch extrem klein. Über jedes Gramm Abfall wird Haushalt geführt. Er wird sorgfältig konditioniert, verpackt, gelagert und kontrolliert, bis das geologische Tiefenlager gebaut ist. Dass eine solche Entsorgung technisch machbar ist, hat der Bundesrat 2007 bestätigt.
 
Es wäre im Sinne der nachhaltigen Entwicklung, auch die nuklearen Abfälle zu rezyklieren. Dies würde die Abfallmengen noch weiter verringern. Die Wiederaufarbeitung ist aber seit Mitte 2006 in der Schweiz verboten. Zuvor sendete KKL seine hochaktiven Abfälle zur Aufarbeitung nach La Hague in Frankreich und Sellafield in England.

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Ist das KKL wirtschaftlich?Kosten
Kernenergie steht für attraktive, günstige und langfristig kalkulierbare Strompreise. 5,23 Rappen kostete in 2008 eine Kilowattstunde KKL-Strom. Darin enthalten sind auch die Kosten für die Stilllegung des Werks am Ende seiner Lebensdauer, für die Konditionierung und Entsorgung der Abfälle sowie ein Anteil am Bau des dafür vorgesehen geologischen Tiefenlagers. Diese Kosten, rund einen Rappen pro produzierte Kilowattstunde Strom, zahlt KKL, wie alle Kernkraftwerksbetreiber in der Schweiz, in einen speziellen, behördlich kontrollierten Fonds ein.
 
Für Investoren sind Kernkraftwerke als Anfangsinvestition zwar teuer, aber mittel- bis längerfristig eine Anlage mit wirtschaftlich ausgezeichnetem, plan- und kalkulierbarem Ertrag. KKL kostete im Bau 4,8 Mrd. Franken – ein für die damalige Zeit sehr hoher Betrag. Er entspräche heute rund
6 Mrd. Franken. So viel wird auch in etwa für den Neubau eines Kernkraftwerks gerechnet. Ein Kernkraftwerk ist nach rund 30 Jahren Betriebszeit amortisiert. Bei einer Betriebsdauer von rund 60 Jahren ist klar, dass sich in der zweiten Hälfte der Lebensdauer einer Anlage mit Kernenergie sehr gut und profitabel wirtschaften lässt.

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Erntefaktor
Bei Wirtschaftlichkeitsüberlegungen ist mitentscheidend, wie viel Energie investiert werden muss, um eine gewisse Menge Energie zu gewinnen. Um dies zu beurteilen wird der Energieeinsatz für Bau und Betrieb einer Anlage ins Verhältnis zur Strommenge gesetzt, die die Anlage im Laufe ihrer Lebenszeit produziert. Die Kernenergie schneidet hierbei nach Wasserkraft, Wind- und Sonnenenergie gut ab, obwohl der Brennstoff nicht umsonst verfügbar ist.
 
Für den reinen Primärenergie-Aufwand (Bau der Anlage und Installation) hingegen gilt:
Am besten schneidet die Wasserkraft ab (23–41 MWh Stromaufwand pro 1000 produzierte MWh Strom), dann folgen Kernenergie (32 bis 155), Braunkohle (60 bis 100), Windenergie (95), Gaskraftwerke (300) und die Photovoltaik (526 bis 1117).
 
So muss ein Kernkraftwerk je nach Grösse zwischen 5 bis 19 Monate Strom produzieren, um die investierte Energie wieder zu gewinnen. Dabei beträgt die Lebensdauer eines Kraftwerks rund
60 Jahre. Zum Vergleich: Bei einer Solaranlage dauert es rund 5 Jahre – und das bei einer Lebenszeit von zwanzig Jahren.
 
Zusammenfassend lässt sich sagen: Bei der Kernenergie ist der Energieaufwand gross, aber relativ zur produzierten Strommenge gering. Dies nicht zuletzt, da die Verfügbarkeit der Schweizer Kernkraftwerke bei über 90 Prozent liegt, die der Windenergie bei etwa 25 und die der Photovoltaik-Anlagen bei rund 8 Prozent (Zahlen 2004, Quelle swissnuclear/PSI).

Und was sagt die Gesellschaft zum KKL?Akzeptanz
Die Volksabstimmungen der letzten Jahre zeigten, dass in der Mehrheit des Schweizer Volkes die Kernenergie akzeptiert ist. Der Ausstiegsinitiative vom 18. Mai 2003 wurde abgelehnt, wie auch vergleichbare Initiativen in den vorangegangenen Jahren.
 
Die Regionale Verankerung des KKL ist zudem sehr gut. Die Bevölkerung der Standortregion mit den Kernkraftwerken Beznau und Leibstadt erteilte auch der Moratoriumsinitiative des gleichen Jahres eine wuchtige Abfuhr. Seit der Betriebsaufnahme ist die Akzeptanz des Kernkraftwerks in der Region deutlich gestiegen. Wer hier wohnt, ist in der Regel gut über die Anlage informiert und weiss, dass sie keine Gefahr für die Umwelt ist. Im Gegenteil, KKL und KKB sind sehr geschätzte Arbeitgeber, nicht zuletzt auch im grenznahen deutschen Raum.

 

Die Nein-Stimmen zum
Ausstieg in %
2003
1990
1984
1979
Kanton Aargau
77.6
67.7
68.6
64.5
Bezirk Zurzach
85.4
76.7
78.2
77.0
Gemeinde Leibstadt
95.8
91.0
83.9
84.5
Gemeinde Wil
78.4
68.8
59.7
65.5
Gemeinde Full-Reuenthal
83.4
72.1
63.4
52.4
Gemeinde Schwaderloch
89.6
63.5
65.1
53.4

KKL wird zudem als ein langfristig sicherer und attraktiver Arbeits- und Ausbildungsplatz über die Landesgrenzen hinaus geschätzt. Auch für Dutzende von Lieferanten und Dienstleistungsunternehmen weit über die Region hinaus ist KKL ein wichtiger Partner und solider wirtschaftlicher Wert. 


 

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