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Umweltfreundlich, wirtschaftlich, ausreichend, zuverlässig: Das sind die Anforderungen der Schweiz an ihre Stromversorgung. Der Schweizer Strommix erfüllt sie alle. Er setzt sich heute zu rund 58 Prozent aus Wasserkraft und zu rund 36 Prozent aus Kernenergie zusammen. Die übrigen gut fünf Prozent liefern Kehrichtverbrennungsanlagen sowie neue erneuerbare Energien wie Wind, Sonne und Biomasse.

Der Schweizer Produktionsmix hat sich über viele Jahre bewährt.

Der Anteil der neuen erneuerbaren Energien am Strommix war bislang gering, soll aber im Rahmen der Energiestrategie 2050 steigen.

Die neuen erneuerbaren Energien spielten bislang eine Nebenrolle in der Schweizerischen Stromproduktion.

Der Kraftwerkspark der Schweiz wurde mit dem steigenden Strombedarf ausgebaut. In den 1960er-Jahren setzte die Schweiz aus Umweltschutzgründen auf Kernenergie statt auf fossile Energie. Heute bildet Kernenergie das Fundament der Schweizer Stromversorgung mit Bandenergie.

Im Jahresschnitt halten sich heute Stromverbrauch und -produktion knapp die Waage. Reserven gibt es keine mehr.

Der Verbrauch steuert die Produktion

Strom lässt sich nicht in grossen Mengen speichern. Er muss genau dann produziert werden, wenn er gebraucht wird, nicht zu viel und nicht zu wenig davon. Ist das nicht der Fall, gerät das Verteilnetz aus dem Gleichgewicht und bricht im schlimmsten Fall zusammen. Das macht die Stromproduktion und -verteilung sehr anspruchsvoll.

Die Stromwirtschaft löst die Aufgabe mit einem Mix aus unterschiedlichen Arten von Kraftwerken. Kernkraftwerke und Flusskraftwerke erzeugen gleichmässig Strom für die Grundversorgung. Mit Speicherkraftwerken und Stauseen in den Bergen hingegen wird Spitzenenergie erzeugt. Sie ist bei Bedarfsspitzen abrufbar, beispielsweise beim Kochen am Mittag oder beim Fernsehen am Abend. Strom aus Wind- und Solaranlagen lässt sich nicht steuern. Er fällt sehr unregelmässig in unterschiedlichen Mengen an. Für die Netzstabilität wird dies zu einer Herausforderung, je mehr Wind- und Sonnenstrom eingespeist wird.

Für mehr Informationen zum aktuellen Strommix der Schweiz klicken Sie auf den Link zum Bundesamt für Energie in der Spalte rechts.

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Mir Kernenergie und Wasserkraft lassen sich tages- und jahreszeitliche Verbrauchsschwankungen ideal ausgleichen.

Klimafreundlicher Schweizer Strommix

Der Schweizer Produktionsmix garantiert nicht nur eine hohe Versorgungssicherheit und eine bedarfsgerechte Stromversorgung. Er schont auch die Umwelt und ist ausgesprochen klimafreundlich, wie der Vergleich mit unseren Nachbarländern zeigt. Die CO2-arme Kernenergie trägt deshalb zusammen mit der Wasserkraft wesentlich dazu bei, dass die Klimabilanz der Schweiz im internationalen Vergleich trotz unseres hohen Wohlstandes vorteilhaft ausfällt.

Mit zirka 20 Gramm CO2-aequivalent pro Kilowattstunde hebt sich der Schweizer Strommix (Produktion) sehr positiv vom durchschnittlichen Europäischen Strommix (gut 460 g CO2-aeq/kWh) sowie vom durchschnittlichen globalen Strommix ab (gut 700 g CO2-aeq/kWh) ab. Mehr zu diesem Thema finden Sie hier.

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Die Zusammensetzung des Kraftwerkparks hat einen wesentlichen Einfluss auf die Treibhausgasemissionen eines Landes. Der Schweizer Strommix ist Spitze punkto Klimafreundlichkeit.

Strom für den Winter dank Kernenergie

Im Winter führen die Flüsse weniger Wasser, und es gibt viel weniger Sonnenstunden als im Sommer. Gleichzeitig steigt unser Strombedarf, da beispielsweise mehr Beleuchtung und Warmwasser nötig werden. Mit Speicherseen lassen sich Tages- und Wochenschwankungen ausgleichen, doch keinesfalls saisonale Schwankungen. Auch nach massivem Zubau würde die Kapazität der Speicherseen bei Weitem nicht ausreichen, um genügend Strom für die Wintermonate bereitzustellen. Die heimischen Kernkraftwerke sind im Winter essenziell für die Versorgungssicherheit und decken oft bis zur Hälfte der Inlandproduktion ab. Im Winter muss die Schweiz regelmässig Strom importieren, während sie im Sommer Strom exportieren kann.

Nur im Sommer, wenn die Wasserkraftwerke am meisten produzieren und der Stromverbrauch am tiefsten ist, werden die Kernkraftwerke während zwei bis vier Wochen für Brennstoffwechsel und Wartungsarbeiten abgeschaltet.

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Im Winter ist Kernenergie für die Versorgungssicherheit besonders wichtig.

Der Strombedarf steigt

Bislang ist der Schweizer Stromverbrauch konstant gestiegen. Dafür gibt es mehrere Gründe:

  • Die Wirtschaft wächst. Ein um ein Prozent höheres Bruttosozialprodukt bedeutet im Mittel eine Zunahme des Stromverbrauchs um 1,8 Prozent.
  • Die Bevölkerung nimmt zu – allein zwischen 1970 und 2011 um 1,3 Millionen Menschen – und ihre Komfortansprüche steigen. Auch die Wohnfläche pro Einwohner und die Zahl von Ein-Personen-Haushalten steigen.
  • Laufend kommen neue elektrische Geräte auf den Markt. Immer mehr davon werden fürs Büro, zum Kühlen, Trocknen etc. verwendet. Rasant wachsende Datenbanken fressen immer mehr Strom. Der öffentliche Verkehr nimmt zu.
  • Gleichzeitig bemüht sich die Schweiz, energieeffizienter und klimafreundlicher zu werden. Das heisst oft, dass Verbrennungsmotoren durch Elektromotoren oder Ölheizungen durch strombetriebene Wärmepumpen ersetzt werden.


Dies bedeutet, dass Strom in unserem Leben immer wichtiger wird. Es ist davon auszugehen, dass der Stromverbrauch trotz Effizienz- und Sparmassnahmen weiter steigen wird, selbst wenn Wirtschaftskrisen und Warmwetterphasen den Stromverbrauch kurzfristig bremsen können.

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Vor allem im Dienstleistungssektor und in den Haushalten ist der Stromverbrauch stark gestiegen. Heute gehen zusammen mit dem Verkehr mehr als zwei Drittel des Stroms an die Wirtschaft.

Die Kernenergie wird fehlen

Seit der Inbetriebnahme des Kernkraftwerks Leibstadt im Jahr 1984 wurde in der Schweiz kein grosses Kraftwerk mehr gebaut. Seit Jahren muss die Schweiz im Winter ihren Strombedarf mit Importen aus dem französischen Kernkraftwerkpark ergänzen. Dazu war bislang die Kapazität von zwei Kernkraftwerken der Grösse Gösgens (2000 Megawatt) nötig. Und in den Jahren nach 2020 werden die drei dienstältesten Schweizer Kernkraftwerke, Beznau-1 und -2 sowie Mühleberg, das Ende ihrer wirtschaftlichen Betriebsdauer erreichen. Rund 1000 Megawatt Grundlast werden fehlen. Zudem laufen die Lieferverträge mit Frankreich aus, und die neuen Wettbewerbsregeln in der EU verhindern, dass diese Verträge erneuert werden können.

Trotz forciertem Ausbau und zahlreichen Fördermassnahmen ist fraglich, ob und wann die neuen erneuerbaren Energien wie Biomasse, Wind und Sonne oder dereinst die Geothermie diese Lücke schliessen werden können – und vor allem zu welchem Preis. Denn auch die Alternativen zur Kernenergie haben ihre Stärken und Schwächen sowie teilweise deutlich begrenzte Potenziale, wie beispielsweise die Lebenszyklusanalysen des Paul Scherrer Instituts zeigen.

Mehr Basiswissen zu den jeweiligen Technologien und ihren Vor- und Nachteilen finden Sie auch beim Verband der Schweizerischen Elektrizitätsunternehmen.

Ab 2020 wird die Schweiz entweder deutlich mehr Strom importieren oder Gaskombikraftwerke als Ersatz für die Kernkraftwerke bauen müssen. Denn neue Kernkraftwerke sind gemäss Energiestrategie2050 nicht vorgesehen. Doch auch die klimabelastenden Gaskombikraftwerke werden kontrovers diskutiert. Mehr zu diesem Thema finden Sie hier.

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Generalversammlung 2017

Generalversammlung der Kernkraftwerk Leibstadt AG

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Oxidationen an den Brennelementen

Hier finden Sie die aktuellsten Informationen zum Thema.

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