Schutz von Mensch und Umwelt

Sicherheit hat höchste Priorität im Kernkraftwerk Leibstadt. Zum Schutz von Mensch und Umwelt. Dieser Maxime folgen alle Mitarbeitenden täglich – rund um die Uhr.

Schutz vor Strahlung bieten bauliche und technische Massnahmen, mehrfache Sicherheitsbarrieren, eine gelebte Sicherheitskultur und eine flächendeckende Kontrolle durch verschiedene Aufsichtsorgane.

Die Sicherheit im KKL hat einen hohen Standard und eine dementsprechend positive Bilanz. Das KKL hat den EU-Stresstest im Jahr 2012 mit Bestnoten bestanden.

ENSI-Dossier EU-Stresstest

Schutz durch Bau und Technik

Das Reaktorgebäude ist nach dem Prinzip von mehrfachen Barrieren aufgebaut. Vom einzelnen verschweissten Uranpellet bis zur vierfach armierten Aussenmauer sorgen verschiedene Elemente für den Schutz der Umgebung. 

Welche baulichen Massnahmen bieten Schutz vor Strahlung?

Der Brennstoff im Reaktorkern besteht aus Uranpellets in keramischer Form. Sie sind gepresst und gesintert (durch Erhitzen zusammengebacken). Somit können die Feststoffe nicht entweichen.

Die Brennstoffpellets wiederum sind in gasdichte Brennstabhüllrohre eingeschweisst.

Die Brennelemente sind im Reaktordruckgefäss eingeschlossen, einem 15 Zentimeter dicken Stahlbehälter, der bereits einen Grossteil der Strahlung abschirmt.

Eine Abschirmwand (Bioshield) besteht aus einer armierten Betonmauer von 1,5 Meter Dicke und umschliesst das Reaktordruckgefäss. Das Stahl-Containment umschliesst das sogenannte «Drywell» mit einem 3,8 Zentimeter dicken Stahlmantel.

Das Containment wird durch die Aussenmauer des Reaktorgebäudes geschützt, einer stark (4-fach) armierten und 1,2 Meter dicken Betonmauer. Im Containment herrscht Unterdruck: Im unwahrscheinlichen Falle eines Risses dringt nur Luft nach innen, nicht nach aussen. Die Umgebung ist so optimal vor Strahlung, der Reaktor vor Einwirkung von aussen geschützt.

Das Barrierenprinzip und die eindrücklichen Mauerdurchmesser können im Infozentrum KKL in einer 1:1-Nachbildung besichtigt werden.

Bauliche Sicherheit durch Stahlbeton

Die Hülle des Reaktorgebäudes besteht aus 1,2 Meter dickem, stark armiertem Stahlbeton.

Bauliche Sicherheit durch Schleusen

Das KKL untersteht höchsten Sicherheitsauflagen. Fahrzeuge z.B. müssen eine spezielle Sicherheitsschleuse passieren.

Welche technischen Massnahmen bieten Schutz vor Strahlung?

Sicherheitsrelevante Systeme sind mit bis zu fünffachen Redundanzen vorhanden und werden regelmässig auf ihre Funktionen überprüft. Zahllose Instrumente überwachen ständig die Anlage. Bei Erreichen vorgegebener Grenzwerte wird der Reaktor vollautomatisch heruntergefahren (SCRAM).

Für den Anlagebetrieb, für Maschinen- und Elektrotechnik sowie die Überwachung heisst Sicherheit zudem, dass die Anlage laufend erneuert und dem neusten Stand der Technik angepasst wird. Das KKL ist eine moderne Anlage, die von gut geschultem und geprüftem Personal betrieben wird. Das KKL hat seit Inbetriebnahme rund 820 Mio. CHF in Sicherheit, Modernisierung und Effizienzsteigerung investiert und wird auch weiterhin dafür sorgen, dass die Anlage stets auf dem neuesten Sicherheitsstand ist.

Sicherheit in Verbindung zwischen Mensch und Maschine

Die Sicherheitscharta des KKL ist eine Selbstverpflichtung des KKL, beim Betrieb der Anlage und beim Strahlenschutz eigenverantwortlich Massnahmen zu treffen, um die Sicherheit kontinuierlich zu verbessern. Ausgangspunkt ist die Einhaltung der gesetzlichen Anforderungen. Die Charta ist die Basis für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des KKL bei der Erfüllung ihrer täglichen Aufgaben.

Darüber hinaus tauscht sich die Kernkraftbranche weltweit aus, um die Sicherheit kontinuierlich zu verbessern.

Aktualität

Das KKL startet Vorversuche mit Chlordioxyd zur Desinfektion des Hauptkühlwassers.

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Offene Lehrstellen für 2014

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