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Strahlenschutz

Das System mit mehrfachen Barrieren rund um den Reaktor sowie ein Regelwerk von Gesetzen und Vorschriften sorgen für den Schutz von Mitarbeitern, der Bevölkerung und der Umwelt vor radioaktiven Abgaben.

Das KKL gibt über Luft und Wasser geringe Radioaktivität ab. Die Menge liegt seit Inbetriebnahme der Anlage immer weit unter den gesetzlichen Vorschriften. Die Emissionen radioaktiver Stoffe für Personen, die in unmittelbarer Nähe eines Schweizer KKWs wohnen, betragen gemäss aktuellem Strahlenschutzbericht des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) höchstens ein Hundertstel Millisievert (0,01 mSv) pro Jahr.

Jeder Transport, der das KKL verlässt, wird radiologisch überwacht. Ein Mitarbeiter misst die Dosisleistung an der Oberfläche eines Lastwagens.

Breites Netz an Messstationen

Ein ganzes Netzwerk von Messstationen in der nahen und weiteren Umgebung der Anlage, einschliesslich des deutschen Grenzgebiets, überwacht laufend die Emissionen des Werks in Luft, Wasser und Erde sowie die Direktstrahlung.
Kontrolliert werden diese Messwerte vom KKL selbst sowie über das MADUK-Netz der nationalen Kontrollbehörde ENSI. Aktuelle Messwerte sind einsehbar im Teletext von SF DRS und über die NADAM-Sonden der Nationalen Alarmzentrale NAZ. Auch die Eidgenössische Anstalt für Wasserversorgung, Abwasserreinigung und Gewässerschutz (EAWAG) und die Sektion Überwachung der Radioaktivität des Bundesamtes für Gesundheit (SUER) unterhalten Messstationen.

Schleuse zum Containment. Das Containment steht unter Unterdruck, so dass keine Luft aus dem Innern entweichen kann.

Schutz vor Radioaktivität im KKL

Das nukleare Dampferzeugungssystem des KKL ist doppelt geschützt: durch den Sicherheitsbehälter, auch Containment genannt, und durch die Betonhülle des Reaktorgebäudes. Das Containment besteht aus einer 3,8 Zentimeter dicken Stahlwand, die den Reaktor vollständig umschliesst und unter 0,6 Millibar Unterdruck steht. Es ist zudem von der Hülle des Reaktorgebäudes umschlossen. Diese ist aus 1,2 Meter starkem Stahlbeton und gewährt neben der Abschirmung der Direktstrahlung auch hohen Schutz gegen Einwirkungen von aussen.

Das Containment und das Druckabbausystem des Reaktors bieten optimale Sicherheit gegen den Austritt von Radionukliden und von radioaktiv kontaminierter Materie – sowohl im Normalbetrieb wie auch im unwahrscheinlichen Falle einer Havarie. Durch den Unterdruck im Containment ist sichergestellt, dass im Falle einer Undichtheit nur Luft nach innen dringen kann. Für den undenkbaren Fall eines übermässigen Druckanstiegs im Containment ist im KKL zusätzlich ein gefiltertes Druckentlastungssystem eingebaut. Zudem gehören die permanente Überwachung und Wartung zu den vorbeugenden Massnahmen und zur Gewährleistung des sicheren Betriebs.

Bevor die sogenannte Zone verlassen werden kann, müssen alle Mitarbeitenden ihre Dosimeter ablesen und registrieren lassen.

Mitarbeiterschutz

Der Bereich, in welchem Mitarbeiter des KKL bei regelmässiger Arbeit eine akkumulierte Dosis von mehr als 1 Millisievert (mSv) pro Jahr aufnehmen könnten, nennt sich kontrollierte Zone. Für den Aufenthalt in der kontrollierten Zone werden zusätzliche Massnahmen getroffen, einerseits zum Schutz des Mitarbeiters resp. Besuchers, andererseits um ein Verschleppen radioaktiver Stoffe nach aussen zu vermeiden. Dazu gehören ein Wechsel von Kleidern und Schuhen, das Tragen eines Dosimeters, die zeitliche Begrenzung des Aufenthalts, das Umgehen von Strahlenquellen und ein sorgfältiges Ausmessen vor dem Austritt aus der kontrollierten Zone. Essen und Trinken sind in der kontrollierten Zone verboten. Die Massnahmen dienen dazu, die externe Bestrahlung zu minimieren und Verunreinigungen und die Aufnahme von Radioaktivität in den Körper über Lunge oder Magen zu vermeiden.

Die radioaktive Belastung der KKL-Mitarbeiter liegt unter dem gesetzlichen Grenzwert von 20 mSv pro Person und Jahr. Der Wert gilt für alle Personen, die beruflich mit radioaktiver Strahlung zu tun haben, also auch für medizinisches Personal (z.B. beim Röntgen und in der Krebstherapie). Sie bewegt sich im Durchschnitt um 1 mSv pro Person und Jahr. Nur vereinzelte Personen erhalten bis 10 mSv pro Jahr. Zum Vergleich: Die natürliche Strahlung im Schwarzwald (Menzenschwand) beträgt 20 mSv pro Person und Jahr.

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