16.12.1999: Kernkraftwerk Leibstadt (KKL): Das Kurzporträt

Kernkraftwerk Leibstadt (KKL): Das Kurzporträt

Seit 1984 in Betrieb

KKL nahm nach einer rund zwanzigjährigen Projektierungs-, Vorbereitungs- und Bauzeit am 15. Dezember 1984 den Dauerbetrieb auf, als bislang jüngstes und leistungsstärkstes Kernkraftwerk der Schweiz. Die Erstellungskosten beliefen sich auf 4,8 Mrd. Franken.

Strom für eine Million Menschen

Die elektrische Nettoleistung beträgt zurzeit 1080 Megawatt (MW), ab 1. Januar 2000 1115 MW. Die Jahresproduktion (1998) von 8.046 Mrd. kWh (bei 8'139 Betriebsstunden) entspricht etwa 1/6 des Schweizer Stromverbrauchs. Strom für über eine Million Menschen kommt aus Leibstadt.

Eine Kilowattstunde unter sechs Rappen

Die Gestehungskosten für 2000 sind auf 5,95 Rp/kWh budgetiert. Sie setzen sich wie folgt zusammen: 1.72 Rp. Brennstoffkosten (Versorgung, Wiederaufbereitung, Rückstellung für Endlagerung), 1.64 Rp. Betriebskosten, 1.63 Rp. Abschreibungen und Rückstellung für Stillegung, 0.96 Rp Kapitalkosten. Vorschau 1999: 6.88 Rp.

Projekt Leistungserhöhung

Am 31. Juli 1992 reichte KKL beim Bundesrat das Gesuch um Aenderung der Be-triebsbewilligung ein zur Erhöhung der thermischen Nenn-leistung um 14.7% von 3´138 auf 3´600 MWth. Der Bundesrat erteilte am 21. Oktober 1998 die Bewilligung. Die Leistungserhöhung erfolgt in vier Schritten (106%/109%/112%/ 114.7%) nach Vorliegen der jeweiligen HSK-Freigabe. Seit September 1999 wird das Werk mit 109% Leistung betrieben (3420 MWth, 1115 MWe netto). Der Start zur dritten Leistungsstufe (112%) ist für März 2000 ins Auge gefasst.

Radioaktivität unter Kontrolle

Alle über die bisherigen Betriebsjahre gemessenen Abgaben liegen weit unter den tiefen gesetzlichen Limiten. Kein Mensch in der Umgebung des KKL war bis heute einer Bestrahlung von mehr als ein Prozent der durch die natürliche Strahlung akkumulierten Dosis pro Jahr zusätzlich ausgesetzt. Die natürliche Strahlendosis (terrestrisch und kosmisch) liegt in der Standortgegend bei rund 1 Millisievert (mSv) pro Jahr.

Rund 400 Vollzeitstellen

KKL ist Arbeitgeber für 440 Personen (401 Stellen). Rund 15 % von ihnen sind Grenzgänger. Während der Jahresrevision 1999 waren rund 700 Personen von 97 in- und ausländischen Fir-men zusätzlich im Kraftwerk tätig. Im August starteten zwei Lehrlinge ihre Ausbildung als Automatiker.

Die Betriebsorganisation besteht aus fünf Abteilungen: Administration und Mate-rialwirt-schaft, Betrieb, Elektrotechnik, Maschinentechnik und Ueberwachung.

Leibstadt - ein Partnerwerk

Elf in- und ausländische Partnerfirmen sind an der KKL AG beteiligt. Die Geschäftsleitung wird von der Elektrizi-täts-Gesellschaft Laufenburg AG (EGL) im Auftrag der Partner ausgeübt.
Das Kraftwerk wird geleitet durch Mario Schönenberger (Betriebsdirektor seit 1999) sowie Dr. David Burns und Dr. Willy Blaser (Vizedirektoren).

In der Region verankert

Die Bevölkerung der Standortregion erteilte der Ausstiegs- und Moratoriumsinitiative im September 1990 eine wuchtige Abfuhr.

Die Ausstiegs-Nein-Stimmen  1990 1984 1979
Kanton Aargau  67,7 %  68,6 %  64,5 %
Bezirk Zurzach  76,7 %  78,2 %  77,0 %
Gemeinde Leibstadt  91,0 %  83,9 %  84,5 %
Gemeinde Leuggern  83,5 %  80,1 %  77,9 %
Gemeinde Wil  68,8 %  59,7 %  65,5 %
Gemeinde Full-Reuenthal  72,1 %  63,4 %  52,4 %
Gemeinde Schwaderloch  63,5 %  65,1 %  53,4 %


Besuch wird zum Erlebnis

Im Jahre 1998 setzten sich im Besucherzentrum 18'632 Personen mit dem Thema Kernenergie auseinander. Die Ausstellung, welche sich seit Frühjahr 1994 im neuen Informations- und Ausbildungszentrum präsentiert, ist täglich geöffnet. Seit 1974 statteten 333'689 Personen (Stand November 1999) dem Werk einen Besuch ab.

Korrespondenzadresse:

Leo Erne
Kernkraftwerk Leibstadt
Tel. 056 267 71 11
Fax 056 267 81 00
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Das KKL startet Vorversuche mit Chlordioxyd zur Desinfektion des Hauptkühlwassers.

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