Spezialwochenende Tiefenlagerung

Die Bohrplatzbesichtigungen standen im Zentrum des Themenwochenendes.

 

Das KKL Infozentrum lud am 22. und 23. Juni zum Spezialwochenende rund um das Thema «Tiefenlagerung», bei welchem die Besichtigung des Bohrplatzes der Nagra (Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle) im Zentrum stand.

Nach einem einführenden Referat im Infozentrum des KKL, wurden die rund 40 interessierten Besucher per Car zum Bohrplatz am Rande der Gemeinde Bülach gefahren. Dort, wo seit Mitte April die Tiefbohrung im Gange ist, überblickt man von der Besucherplattform den gesamten Bohrplatz. Der Nagra-Mitarbeiter Heinz Sager erklärte, wie der Bohrplatz mit dem 27 Meter hohen Bohrturm aufgebaut ist und in welchen Schritten die Tiefbohrungen durchgeführt werden.

In den etwas mehr als zwei Monaten, in denen im 24-Stunden Betrieb gearbeitet wurde, ist man in einer Tiefe von 860 Metern, mitten in der Opalinsutonschicht, angelangt. Der Opalinuton ist das Wirtgestein, in dem das Tiefenlager künftig gebaut werden soll. Anvisiert wird in Bülach eine Bohrtiefe von 1350 Metern, die man bis im Frühherbst 2019 erreichen will.

Im Fokus der erdwissenschaftlichen Untersuchungen in den Tiefbohrungen stehen die Eigenschaften der Gesteine im Untergrund.  Die Erkenntnisse aus den Tiefenbohrungen in Bülach ergänzen den bisherigen Kenntnisstand der Gesteine des Standortgebiets «Nördlich Lägern». Für die Auswahl des am besten geeigneten Gebiets für ein Tiefenlager ist ein belastbarer Vergleich der Gebiete «Jura Ost», «Nördlich Lägern» und «Zürich Nordost» notwendig. Dieser Vergleich, welcher ausschlaggebend ist für die Sicherheit eines Tiefenlagers, wird durch die Tiefenbohrungen der Nagra ermöglicht.

Als Abschluss wurden die zufriedenen Besucher erneut per Car zurück ins Infozentrum des KKL chauffiert, wo sie sich entweder in der Cafeteria um ihr leibliches Wohl kümmern oder weitere Spezialexponate zum Thema Tiefenlagerung studieren konnten.  

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